Kinderoptometrie

Gutes Sehen für ihre Kinder

 

Überprüfung der Augenmotorik

Woran können auch Sie erkennen, dass ihr Kind womöglich Sehprobleme hat?

 Hinweise dafür sind u.a.:

– Augen zusammenkneifen, Stirn runzeln

– zu kurzer Leseabstand

– schiefe Lese- Sitz- oder Kopfhaltung

– häufiges Verrutschen oder schnelles Ermüden beim Lesen (liest ungern)

– Verwechseln von Buchstaben oder rechts und links

– allgemeine motorische Ungeschicklichkeit (ist z.B.sehr vorsichtig beim Treppen steigen oder Klettern, fährt spät Fahrrad)

– Aufmerksamkeitsdefizite …

Das Sehen entwickelt sich bei Kindern erst allmählich. Zum Überblick einmal ein paar Entwicklungsschritte.

1. Lebenstag: Beginn der sensiblen Phase für Sehschärfe

2. Lebenswoche: Beginn der Kontrastwahrnehmung

4. Lebenswoche: Beginn der Koordination von Kopf und Auge

7. Lebenswoche: Beginn der sensiblen Phase des beidäugigen Sehens

8. Lebenswoche: Beginn der Wahrnehmung von Bewegungen, Nahkonvergenz, Akkommodation

10.Woche: Beginn des Stereosehens

6. Monat: Beginn des Farbsehens

7. Monat: Greifen

7. Jahr: alle Sehfunktionen sind komplett ausgebildet

8.-9. Jahr: Das Gesichtsfeld ist soweit entwickelt, dass zunehmend Verkehrstauglichkeit besteht

12. Jahr: Ende der sensiblen Phase des Sehens

Bis zum 12. Lebensjahr sind alle Entwicklungsschritte des Sehens in Auge und Gehirn weitgehend abgeschlossen, d.h. alles was bis dahin für das beidäugige Sehen Ihres Kindes nicht gefördert wurde kann auch nicht mehr nachgeholt werden!

Dies ist besonders bedeutend, da wir Menschen fast 80% aller Informationen über die Augen bekommen.

Was können Sie tun, damit sich das Sehen und die Wahrnehmung ihres Kindes gut entwickelt bzw. rechtzeitig gefördert wird?

Übliche Vorsorgeuntersuchungen:

– U7a mit 34-36 Monaten (üblich vom Kinderarzt und selten von einem spezialisierten Augenoptiker oder Augenarzt durchgeführt)

– Schuleingangsuntersuchung (vom Schularzt des Gesundheitsamtes)

– Führerscheinsehtest ab 16. Lebensjahr (nun vom Augenoptiker oder Augenarzt)

Und was ist davor, dazwischen oder danach?

Einige wenige Augenoptiker und Augenärzte haben sich auf die speziellen Anforderungen für Kinderaugen (Kinderoptometrie) spezialisiert. Die Kinderoptometrie fordert viel mehr als eine reine Sehschärfenbestimmung oder eine Augenglasbestimmung (Brillenglasbestimmung). Diese Fachleute prüfen die Augen ihrer Kinder z.B. auch auf:

  • Akkomodation (innere Einstellung des Auges auf nahe Distanzen)

  • Augenmotorik (Beweglichkeit der Augen)

  • Sehschärfe in der Ferne und Nähe (Kontrolle auf Kurzsichtigkeit, Übersichtigkeit, Astigmatismus)

  • binokulares Sehen (Nehmen beide Augen gleichzeitig am Sehen teil?)

  • räumliches Sehen in Ferne und Nähe

  • Farb- Sehen

  • Pupillenreaktion (Anpassung der Augen an wechselnde Lichtverhältnisse

  • Ermittlung der Brillenglasstärke durch Skiaskopie und subjektiver Refraktion (Prüfung aller Fehlsichtigkeiten inkl. Winkelfehlsichtigkeit nach MKH)

Die meisten visuellen Funktionen lassen sich messen und bewerten. Sie werden vom Spezialisten an dem Alter entsprechenden Sehzeichen ermittelt. Die Augenmotorik wird durch Funktionsprüfungen und das Farb- und Stereosehen durch spezielle Tests überprüft. Somit ergeben sich entweder Zahlenwerte, die dem Alter entsprechend bewertet werden oder allgemeine Aussagen, ob die Sehfunktionen in Ordnung sind oder Auffälligkeiten aufweisen.

Lassen Sie uns für Ihr Kind  eine Sehanalyse erstellen, um sich einen Überblick über die Funktionen der Augen und die Qualität des Sehens Ihres Kindes zu verschaffen.

Auch sollte ein Augenarzt, unabhängig davon, die Augen auf Ihre Gesundheit überprüfen.

Wie lange dauert eine Sehanalyse?

Das ist abhängig von der Beratungszeit, dem Alter und der Mitarbeit Ihres Kindes. Bei Kindern, die schon sprechen und „mitmachen“ können, braucht es meist nicht länger als 30 Minuten.

Wir nehmen uns selbstverständlich auch die Zeit, all Ihre Fragen zu beantworten.

Deswegen machen Sie dafür bitte mit uns einen Termin. So können wir die benötigte Zeit für Sie und Ihr Kind einplanen und Sie haben keine Wartezeit.

Sollte ein Verdacht auf eine Augenerkrankung, Schielstellung o.ä. Auftreten, verweist Sie der auf Kinderoptometrie spezialisierte Augenoptiker selbstverständlich sofort an einen Augenarzt.